Irma Rosenberg-Preise
Die Österreichische Gesellschaft für Zeitgeschichte vergibt alle zwei Jahre die Irma Rosenberg-Preise für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus.
Die Irma Rosenberg-Preise werden für hervorragende wissenschaftliche Leistungen im Bereich der Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft vergeben. Sie dienen der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die Preise dienen dem Gedächtnis an Irma Rosenberg (Komotau 1909 – Wien 2000).
Irma Rosenberg hat sich seit dem Beginn der 1930er Jahre in der Tschechoslowakei aktiv gegen Faschismus und Rassismus eingesetzt und musste 1939 aufgrund der Verfolgung durch das NS-Regime wegen ihrer politischen Aktivitäten sowie wegen ihrer jüdischen Herkunft emigrieren. Sie hat diesen Preis zur Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus gestiftet. Ausgezeichnet werden Arbeiten, in deren Zentrum die Geschichte des Nationalsozialismus im Kontext der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Gewalt, Diktaturen und Genoziden steht.
Der Hauptpreis wird von der Stadt Wien getragen, die beiden Förderpreise werden je zur Hälfte vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung und der Österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte getragen.
Preisträger*innen
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Irma Rosenberg-Preise 2024
Wiener Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2024
- Katarzyna Nowak - Kingdom of Barracks: Polish Displaced Persons in Allied-Occupied Germany and Austria.
Irma Rosenberg-Förderpreis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2024
- Hannah Claudia Riedler - Fahrt ins Ungewisse. Die Deportation als Besatzungsinstrument im deutsch und sowjetisch besetzten Polen 1939-1941 sowie dessen Auswirkungen auf die polnische Gesellschaft
- Alexander Walther - Die Shoah und die DDR. Aneignungen und Initiativen im Antifaschismus
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Irma Rosenberg-Preise 2022
Wiener Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2022
- Linda Erker - Die Universität Wien im Austrofaschismus. Österreichische Hochschulpolitik 1933 bis 1938, ihre Vorbedingungen und langfristigen Nachwirkungen.
- Daniel Schuch - Transformationen der Zeugenschaft. Von David P. Boders frühen Audiointerviews zur Wiederbefragung als Holocaust Testimony.
Irma Rosenberg-Förderpreis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2022
- Christina Wieder - Visuelle Transformationen. Das Exil der jüdischen Künstlerinnen Grete Stern, Hedy Crilla und Irena Dodal in Argentinien.
- Anne-Christin Klotz – Gemeinsam gegen Deutschland. Warschaus jiddische Presse im Kampf gegen den Nationalsozialismus (1930-1941).
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Irma Rosenberg-Preise 2020
Wiener Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2020
- Kerstin Schwenke - Öffentlichkeit und Inszenierung - Besuche in nationalsozialistischen Konzentrationslagern zwischen 1933 und 1945
Irma Rosenberg-Förderpreis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2020
- Anna Veronica Pobbe - Hans Biebow after 1941: the Wehrmacht, the Endlösung and the End of Litzmannstadt Ghetto
- Andreas Kranebitter - „Verlängerter Arm der SS“ oder „vergessene Opfergruppe“? Ein Beitrag zu einer Soziologie der Konzentrationslager am Beispiel der „Berufsverbrecher“ des KZ Mauthausen
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Irma Rosenberg-Preise 2018
Wiener Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2018
- Sarah Thieme - Nationalsozialistischer Märtyrerkult. Sakralisierte Politik und Christentum im westfälischen Ruhrgebiet (1929–1939). Frankfurt am Main 2017.
Irma Rosenberg-Förderpreis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus
- Markus Nesselrodt - Dem Holocaust entkommen: Polnische Juden in der Sowjetunion (1939-1946) (Wien 2015)
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Irma Rosenberg-Preise 2016
Wiener Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2016
- Svenja Bethke - Tanz auf Messers Schneide. Kriminalität und Recht in den Ghettos Warschau, Litzmannstadt und Wilna (Hamburg 2015)
Irma Rosenberg-Förderpreise für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus
- Vida Bákondy - Flucht, Exil und Holocaust in den Fotoalben der Wiener (Wien 2015)
- Janosch Steuwer -Privates Leben und nationalsozialistische Politik. Tagebücher und die individuelle Herausforderung des Nationalsozialismus 1933-1939 (Bochum 2015)
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Irma Rosenberg-Preise 2014
Wiener Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2014
- Stefanie Maria Fischer - Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt: Jüdische Viehhändler in Mittelfranken, 1919-1939
- Renee Winter - Geschichtspolitiken und Fernsehen. Repräsentation des Nationalsozialismus im frühen österreichischen TV (1977-1970)
Irma Rosenberg-Förderpreise für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2014
- Anna Hájková - Prisoner Society in the Terezín Ghetto, 1941-1945
- Ina Friedmann - Der Prähistoriker Richard Pittioni (1906-1985) zwischen 1938 und 1945 unter Einbeziehung der Jahre des Austrofaschismus und der beginnenden Zweiten Republik
- Oskar Vurgun - Die Staatsanwaltschaft beim Sondergericht Aachen
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Irma Rosenberg-Preise 2012
Wiener Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2012
- Fritz Trümpi - Politische Orchester – Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus (2011, Böhlau Verlag)
Irma Rosenberg-Förderpreis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2012
- Alexander Korb - Im Schatten des Weltkriegs. Massengewalt der Ustaša gegen Serben, Juden und Roma in Kroatien, 1941-45 (Berlin 2011)
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Irma Rosenberg-Preise 2010
Wiener Preis für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2010
- Claudia Andrea Spring - Zwischen Krieg und Euthanasie. Zwangssterilisationen in Wien 1940-1945 (Wien, Böhlau 2009)
Irma Rosenberg-Förderpreise für die Erforschung der Geschichte des Nationalsozialismus 2010
- Regina Fritz - Nach Krieg und Judenmord. Ungarns Geschichtspolitik seit 1944 (2009)
- Barbara Juliane Hoffmann - Zwischen Integration, Kooperation und Vernichtung: Blinde Menschen unter dem NS-Regime in der „Ostmark“ 1938-1945 (2009)