Forschung
Die Österreichische Gesellschaft für Zeitgeschichte sieht es als eine ihrer wesentlichen Aufgaben an, als Trägerverein für zeitgeschichtliche Forschungsprojekte zu fungieren und Historiker_innen für die Dauer von Projekten die Möglichkeit einer Anstellung zu bieten.
Laufende Projekte
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Die Geschichte des KZ Mauthausen
- Projektdurchführung: Bertrand Perz / Andreas Kranebitter (Wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, DÖW)
- Finanzierung: Zukunftsfonds der Republik Österreich, Nationalfonds der Republik Österreich, Land Niederösterreich, Land Oberösterreich
- Laufzeit: 2022-2026
Bertrand Perz -
Heinz von Foerster-Projekt
Projektleitung: Bertrand Perz
Koordination: Marianne Ertl
Projektmitarbeiter*innen: Marcus J. Carney
Finanzierung: Stadt Wien, MA 7 Wissenschaftsförderung
Laufzeit: seit 2000
Albert Müller
Abgeschlossene Projekte
Projektleitung: Bertrand Perz
Projektmitarbeiter:innen: Gabriele Hackl-Schwind, Alexandra Wachter
Finanzierung: ASFINAG
Laufzeit: 2023-2024
Auf Initiative und finanziert durch die ASFINAG untersucht das Forschungsprojekt der Österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte die Frühgeschichte der Autobahnen in Österreich zwischen 1935 und 1950. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der ersten Phase des Autobahnbaus unter nationalsozialistischer Herrschaft ab 1938 über die kriegsbedingte Einstellung 1941/42 bis zum Kriegsende 1945. Besondere Schwerpunkte der Untersuchung sind die Themen Arbeitswelt, Beschäftigungspolitik und Zwangsarbeit von zivilen ausländischen Arbeitskräften und Kriegsgefangenen. In den Blick genommen wird auch die Vorgeschichte ab Mitte der 1930er Jahre sowie die Entwicklung in den ersten Nachkriegsjahren, die den Übergang zwischen der Phase des NS-Autobahnbaues und jener der Zweiten Republik bilden.
Projektziel
Erstellung eines wissenschaftlichen publikationsfähigen Abschlussberichtes.
Reichsautobahn-Unterführung Plainbergweg, Stadt Salzburg. Sichtbare Leerstelle nach der im April 2009 erfolgten Entfernung des hier angebrachten Hoheitszeichens, eines Reichsadlers mit Hakenkreuz. Das Hakenkreuz war bereits kurz nach 1945 herausgeschlagen worden.
Projektleitung: Oliver Rathkolb, Sybille Steinbacher, Bertrand Perz
Projektmitarbeiter*innen:Christian Rabl, Maria Czaputowicz-Głowacka
Finanzierung: PORR AG
Laufzeit: 2022-2024
Die PORR AG ist ein an der Wiener Börse notierter Baukonzern mit Sitz in Wien. Als eines der größten österreichischen Bauunternehmen ist die PORR in allen Sparten der Bauwirtschaft national und international tätig. Die PORR wurde 1869 als Aktiengesellschaft gegründet und ist somit die älteste börsennotierte Gesellschaft Österreichs.
Ziel des Projektes ist es, die Vergangenheit der PORR AG unter dem NS-Regime aufzuarbeiten.
Thematische
Schwerpunkte
- Geschäfts-Kontakte mit NS-Funktionären und NS-Mitgliedern vor 1933 bzw. 1938
- Entscheidungsprozess im Unternehmen während des Nationalsozialismus
- Bauprojekte für die Rüstungswirtschaft im Deutschen Reich und den besetzten Gebieten sowie die Ausbeutung von Zwangs- und Sklavenarbeitern
- Bauprojekte für SS und im KZ-Bereich sowie die Ausbeutung von Zwangs- und Sklavenarbeitern
- Entschädigungsmaßnahmen für Zwangs- und Sklavenarbeit nach 1945 (insb. auch im Rahmen des Versöhnungsfonds)
Projektziel
Erstellung eines wissenschaftlichen Abschlussberichts, der mit der PORR abgestimmt und in Folge in geeigneter Form publiziert wird.
Geschäftsberichte, Jahresabschlüsse sowie Protokolle und Berichte an Hauptversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat aus den Jahren 1938–1945.
- Margit Reiter: "Das (Österreichische) Tagebuch als geistige Ersatzheimat für jüdische und linke Remigrantinnen in Wien nach 1945", Nationalfonds, 2019–2021.
- Gabriella Hauch/Maria Mesner/Johanna Gehmacher: "Sie meinen es politisch! 100 Jahre Frauenwahlrecht in Österreich", Bundeskanzleramt der Republik Österreich, 2018–2020.
- Bertrand Perz: "Geschichte der österreichischen Wasserstraßenverwaltung 1918–1955", Via Donau, 2017–2020.
- Bertrand Perz: "Die Dachauer Mauthausen-Prozesse", Nationalfonds, 2015.
- Siegfried Mattl: "NS-Standortpolitik: Wien als 'Drehscheibe' zwischen 'Alt-Reich' und Südosteuropa", Zukunftsfonds, 2011.
- Siegfried Mattl: "Großraum Wien – Stadt- und Regionalplanung als Element imperialer NS-Politik", P-08-0313, Zukunftsfonds, abgeschlossen 2/2011.
- Theodor Venus: "Entziehung und Rückstellung von Vermögen im österreichischen Druck- und Verlagswesen 1938–1955", MA7, 2010.
- Siegfried Mattl/Gottfried Pirhofer/Steiner: "Großraum Wien – Stadt- und Regionalplanung als Element imperialer NS-Politik", MA7-Kultur, 2008–2010.
- Siegfried Mattl: Forschungs- und Vermittlungsprojekt "Filmdokumente zur Zeitgeschichte", MA7-Kultur, abgeschlossen 3/2009.
- Anna Schober: "Ironie, Montage, Verfremdung. Ästhetische Taktiken und die politische Gestalt der Demokratie", MA7-Kultur, abgeschlossen 10/2008.
- Hans Schafranek: "'Verrat' und 'Feme' in der illegalen NS-Bewegung Österreichs von 1933–1938", abgeschlossen 6/2008.
- Ulrike Felber: "Öffentliche Verwaltung von Unternehmen. 'Vermögenssicherung' und wirtschaftliche Rekonstruktion in Österreich nach 1945", ÖNB-Jubiläumsfonds, abgeschlossen 2/2008.
- Sabine Fuchs: "Wiener Lebensläufe in der DDR", MA7-Kultur, abgeschlossen 2/2008.
- Fritz Keller: "Die Wiener Dienstmänner", MA7-Kultur, abgeschlossen 12/2007.
- Bertrand Perz: "Der Verbleib der sterblichen Überreste des im KZ Mauthausen/Gusen ermordeten niederländischen Staatsbürgers Alexander Katan", Zukunftsfonds und Nationalfonds, abgeschlossen 10/2007.
- Siegfried Mattl/Drehli Robnik: "NS-Verbrechen vor Gericht. Der Nürnberger Prozess in der visuellen Erinnerungskultur", Zukunftsfonds, abgeschlossen 10/2007.
- Karoly Kokai/Zoltan Peter: "Herkunft, Dispositionen und Stellung(nahmen). Tendenzen in den wissenschaftlichen Integrationsprozessen vor und nach der 89er-Wende am Beispiel von ungarischen Humanwissenschaftlern in Wien", MA7-Kultur, abgeschlossen 11/2006.
- Margit Reiter: "Das negative Erbe? Tradierung und Verarbeitung von Antisemitismus bei 'Kindern der Täter' in Österreich", MA7-Kultur, 2006.